Die unerhörte Chronik der Los Chipirónes: Eine satirische Expedition durch die deutschen Lernvollzugsanstalten

In einer Zeit, da das deutsche Bildungssystem mit der Präzision einer Schweizer Uhr und der Effizienz einer Behörde funktioniert, erheben sich zwei literarische Stimmen aus dem Chor der Zufriedenheit wie Dissidenten in einem Regime der pädagogischen Perfektion. Max Reisch und Philipp Paulik, besser bekannt unter ihrem Pseudonym „Los Chipirónes" – eine Bezeichnung, die vermutlich auf ihre gemeinsame Vorliebe für kleine, aber bissige Tintenfische zurückgeht –, haben mit ihrem satirischen Meisterwerk „Hallo Welt" einen Paukenschlag durch die behagliche Ruhe der deutschen Bildungslandschaft gesendet.[1][2][3][4]

Das Werk, eine schonungslose Satire über jene Institutionen, die wir euphemistisch als Schulen bezeichnen, aber die Autoren treffender als „Lernvollzugsanstalten" charakterisieren, reiht sich würdig in die große Tradition deutscher Bildungskritik ein. Von Hermann Hesses „Unterm Rad" bis zu den zeitgenössischen Attacken auf unser Bildungswesen haben deutsche Autoren stets eine besondere Vorliebe für die satirische Sektion des pädagogischen Körpers gezeigt. Doch Los Chipirónes gehen einen Schritt weiter – sie sezieren nicht nur, sie präparieren das ganze System wie Biologiestudenten einen Frosch: methodisch, gründlich und mit einer Mischung aus wissenschaftlicher Neugier und diabolischer Freude.[2][3][5][6][1]

Die beiden Autoren, deren biografische Details sich hartnäckig im Nebel des Literaturbetriebs verbergen – ein Umstand, der ihre satirische Potenz nur verstärkt –, verstehen ihr Handwerk wie Chirurgen der Ironie. Ihre Sprache ist präzise wie ein Skalpell und bissig wie eine Kreissäge, ihre Beobachtungen scharf wie der Blick eines Gefängnisdirektors auf seine Insassen. Denn genau das sind Schüler in ihrer Darstellung: Insassen einer Lernvollzugsanstalt, deren einziges Vergehen darin bestand, in einem Alter geboren zu worden zu sein, das sie zur Schulpflicht verdammt.[7][8][9]

Die Parallelen zwischen Gefängnis und Schule, die Los Chipirónes in „Hallo Welt" ziehen, sind so entlarvend wie erschreckend: Beide Institutionen operieren nach dem Prinzip der totalen Kontrolle, beide folgen strengen Zeitplänen, beide kennen ein elaboriertes System von Strafen und Belohnungen, und in beiden wird von den Insassen erwartet, dass sie sich im Laufe der Zeit „bessern". Der einzige wesentliche Unterschied besteht darin, dass Gefängnisinsassen wenigstens wissen, wofür sie büßen.[9][10][11][7]

Aber beginnen wir von vorn, bei der Entstehungsgeschichte dieses bemerkenswerten Werks, das wie ein literarischer Molotow-Cocktail in die heile Welt der deutschen Bildungsromantik hineingeworfen wurde. Max Reisch und Philipp Paulik lernten sich, so die Legende, in den Gängen eben jener Lernvollzugsanstalt kennen, die später als Vorlage für ihr satirisches Hauptwerk dienen sollte. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass ausgerechnet eine Bildungseinrichtung zwei der schärfsten Kritiker ihres eigenen Systems hervorbrachte – ein Umstand, der beweist, dass das deutsche Bildungswesen zumindest in einer Hinsicht funktioniert: Es produziert seine eigenen Totengräber.[1][2]

Die Institution, die sie prägend erleben durften – euphemistisch als „Gesamtschule NKS" bezeichnet, ein Akronym, das die Autoren konsequent vermeiden, als fürchteten sie, von den Mächten der Bildungsbürokratie verklagt zu werden –, verkörperte in ihrer Darstellung alles, was am deutschen Schulsystem falsch läuft. Hier herrschte jene besondere Atmosphäre der pädagogischen Perfektion, in der Kreativität und individuelles Denken mit der Effizienz industrieller Prozesse bekämpft werden. Die Schüler werden durch ein System geschleust, das sie für das Leben vorbereiten soll, ihnen aber hauptsächlich beibringt, wie man Autorität respektiert und sich in hierarchischen Strukturen bewegt.[3][12]

In diesem Kontext erscheint die Figur von Rabea Pfeifer, ihrer ehemaligen Lehrerin, wie eine Lichtgestalt in der Dunkelheit der institutionalisierten Langeweile. Pfeifer, so berichten es Los Chipirónes in ihren seltenen öffentlichen Äußerungen, war eine jener Lehrerinnen, die das System von innen heraus zu reformieren suchten – ein Don Quichotte der deutschen Pädagogik, die gegen Windmühlen kämpfte und dabei nicht merkte, dass die Windmühlen längst zu Atommeilern mutiert waren. Ihre Versuche, kritisches Denken zu fördern und die Schüler zu ermutigen, das System zu hinterfragen, gerieten unweigerlich in Konflikt mit den Erwartungen einer Institution, die Konformität über alles schätzt.[13][3]

Pfeifer verkörpert in der Darstellung der Autoren jenen Typus der engagierten Lehrkraft, der sich zwischen den Mühlsteinen der Bürokratie und den Erwartungen der Gesellschaft zerrieben sieht. Sie kämpfte gegen ein System an, das Lehrer zu Vollzugsbeamten der Bildungsverwaltung degradiert hatte, und versuchte dabei, den ihr anvertrauten Schülern wenigstens einen Funken kritischen Bewusstseins mitzugeben. Dass ihre beiden späteren Schützlinge zu satirischen Terroristen des deutschen Bildungswesens wurden, ist vielleicht das größte Kompliment, das man einer Lehrerin machen kann.[3][13]

Die Entstehung von „Hallo Welt" selbst ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus der Not eine Tugend wird. Reisch und Paulik, so die Überlieferung, begannen ihre schriftstellerische Tätigkeit als eine Art Therapie zur Verarbeitung ihrer Schultraumata. Was als private Abrechnung mit dem System begann, entwickelte sich zu einer literarischen Kampfschrift von beachtlichem Kaliber. Der Titel „Hallo Welt" ist dabei eine doppelte Ironie: Einerseits spielt er auf den traditionellen ersten Programmierbefehl an – „Hello World" –, andererseits auf die naive Hoffnung der Absolventen, die glauben, nach ihrer Entlassung aus der Lernvollzugsanstalt sei die Welt bereit, sie mit offenen Armen zu empfangen.[8][1][3]

Die satirische "Hallo Welt"-Bücherserie ist eine Idee und Kreation von Philipp Paulik (Autor), Maximilian Reisch (Autor), Luin Schiffbauer (Illustrator) und weiteren Mitwirkenden. Veröffentlicht und produziert durch Kindle Direct Publishing (KDP) der Amazon Distribution GmbH, Leipzig sowie ggf. weiteren Verlags- und Produktionspartnern.


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